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Wolfsburger 2011 - Verkehrsunfallbilanz

Ein eher ruhiges Jahr sei es gewesen für die Vorsfelder Polizei, blickt Stationsleiter Reinhard Küter auf das Unfallgeschehen 2011 zurück.
Noch gibt es zwar keine offiziellen Zahlen, dennoch hat Küter aber auch schlechte Nachrichten. "Es gibt einen schlimmen Trend zu immer mehr Alkoholunfällen. Das ist unschön. Wir werden da die Kontrollen auf jeden Fall verstärken", kündigt Küter an. Als zweite Hauptunfallursache hat der Stationsleiter überhöhte Geschwindigkeit ausgemacht. Auch hier helfe nur appellieren, aufklären und kontrollieren. "Viele lernen das nur, wenn sie für ihre Fehler bezahlen müssen. Das geht nur über den Geldbeutel oder das Punktekonto."
Glücklicherweise habe es 2011 keinen Verkehrstoten im Zuständigkeitsgebiet der Vorsfelder Polizei gegeben, dafür aber viele Unfälle mit Schwerverletzten – darunter vor allem Fußgänger, Radfahrer, Motorradfahrer. "Die haben eben keine Knautschzone wie die Fahrzeuge", sagte Küter.
Im April zum Beispiel wurde auf der L 322 in Nordsteimke ein Fußgänger angefahren und schwer verletzt, als er bei Dunkelheit die Fahrbahn überqueren wollte. Im Mai gab es gleich mehrere Unfälle mit Schwerverletzten. An der Kreuzung Dieselstraße/Alter Kirchweg in Reislingen wurde eine Radfahrerin von einem Autofahrer übersehen und angefahren, in Neuhaus landete ein junger Fahrer mit seinem Wagen kopfüber in einer Garagenauffahrt. Zuvor hatte er einen Vorgarten, eine Treppe und ein Geländer umgefahren. "Hier war Alkohol die Unfallursache", sagt Küter. Zwei Personen wurden schwer verletzt. Zudem war im Mai ein Rollerfahrer auf der Brechtorfer Straße zu schnell und ohen Führerschein unterwegs. Er geriet auf den Grünstreifen, nahm zwei Schilder mit.
Ein ungewöhnlicher Unfall geschah im September in der Sudammsbreite. Ein Müllwerker wurde angefahren und schwer verletzt, als er mit einer Mülltonne hinter dem Müllwagen auf die Straße trat. Der jüngste schwere Unfall ereignete sich am 10. Dezember zwischen Wendschott und Brechtorf. der Wagen überschlug sich und landete im Graben, der Fahrer wurde schwer verletzt. Er war laut Küter zu schnell, ohne Führerschein und alkoholisiert unterwegs gewesen.
Als Unfallschwerpunkte hat Vorsfeldes Polizeichef drei Stellen ausgemacht: Ein etwa 800 Meter langes Stück der Meinstraße zwischen "An der Meine" und "Mühlenweg". Dort komme es vor allem zu Unfällen beim Anfahren vom Straßenrand oder vom Ausfahren aus Einfahrten. Kritisch seien auch die Ecken B 188/ Neuhäuser Straße sowie Helmstedter Straße/Heinrich-Jasper-Straße. "Und wir beobachten einen neuen Trend zu mehr Unfällen an der Kreuzung L 647, also der ehemaligen B 188, und der Marie-Curie-Allee", sagt Küter. Dort komme es zu kuriosen Unfällen, da die Fahrer das Ende der Straße übersähen. "Die Fahrer sind vor allem im Dunkeln zu schnell, und die Ampel blinkt dann nur noch Gelb. Da landen manche schonmal im Graben oder in den Kleingärten", sagt Küter.

Anzahl der Vekehrstoten in Wolfsburg gestiegen

Ein 19-jähriger Mann ist in der Nacht zum Mittwoch nach einem schweren Unfall in Hattorf gestorben. Es war der sechste tödliche Unfall in diesem Jahr.
Der Mann aus Lehre prallte am Mittwochabend mit seinem Audi gegen einen Baum. Er erlag wenig später im Klinikum Wolfsburg seinen schweren Verletzungen. Der 18 Jahre alte Beifahrer wurde schwer verletzt in eine Braunschweiger Klinik gebracht.
Die Polizei hat Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Dazu stellten die Beamten den vollkommen zerstörten Audi sicher. Bislang ist unklar, warum der Wagen von der Krugstraße abkam. Zeugen beobachteten, dass das Heck in einer Rechtskurve ausbrach. Der Wagen drehte sich, prallte mit der Fahrerseite gegen einen Baum und blieb im Graben liegen. Nach Polizeiangaben regnete es, als sich der Unfall ereignete.
Im Vorjahreszeitraum kamen zwei Menschen auf Wolfsburgs Straßen ums Leben. Auch im kompletten Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Wolfsburg-Helmstedt hat sich die Zahl der Opfer verdreifacht, von drei im Jahr 2010 auf aktuell neun. Die Zahl aller Unfälle stieg hingegen nur leicht.

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