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Notruf - Notrufnummer

Der NOTRUF 112

gilt in allen Ländern der Europäischen Union. Anrufe von Festnetz- und Mobiltelefonen werden zur regional zuständigen Rettungsleitstelle geleitet.
Ob bei Feuer, Unfall oder anderer Notlage: Deutschlands Feuerwehr-Notruf 112 ist in Europa der einheitliche und direkte Draht zu schneller Hilfe.
Nicht nur bei Gefahr durch Feuer, gerade bei Gefahrgutfreisetzung, bei einem schweren Unfall, plötzlicher schwerer Erkrankung wie Herzinfarkt oder Schlaganfall und jeder anderen Lebensgefahr!
Feuerwehr: 112
Rettungsdienst/ Notarzt: 112

stabile Seitenlage

Auffnden einer Person - stabile Seitenlage - Eine reglose Person wird zunächst auf dem Rücken gelagert, um Bewusstsein und Atmung zu überprüfen (Diagnostischer Block), weswegen dies meist die Ausgangsposition für weitere Maßnahmen ist. Wenn der Betroffene trotz gestörten Bewusstseins selbstständig atmet, wird er in die stabile Seitenlage verbracht. Zum Schutz gegen Witterungseinflüsse wird er danach vorzugsweise in eine Rettungsdecke eingewickelt, um Auskühlung beziehungsweise Überhitzung zu vermeiden. Bis zum Eintreffen des per Notruf alarmierten Rettungsdienstes wird der Betroffene ständig überwacht. So können bei einer Verschlechterung des Zustandes rechtzeitig weitere Maßnahmen eingeleitet und erwachende Betroffene beruhigt werden. Die stabile Seitenlage wird vornehmlich von Laienhelfern angewendet, da Fachpersonen die Sicherung der Atemwege besser durch Einsetzen eines Endotrachealtubus erreichen können.


Anmerkung zur stabilen Seitenlage

Seit August 2006 wird von vielen Hilfsorganisationen (z.B. Deutsches Rotes Kreuz) eine vereinfachte stabile Seitenlage nach dem Schema der Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe gelehrt. Diese Variante ist weniger schonend und weniger stabil, dafür aber leichter zu erlernen und zu merken.
Bei Anwendung der Vorgaben zur vereinfachten Variante der stabilen Seitenlage wird der dem Helfer nahe Arm nicht mehr unter den Rücken geschoben, sondern in entgegengesetzter Richtung parallel zur Körperlängsachse in Streckung gezogen, damit er beim anschließenden Drehen nicht unter dem Brustkorb eingeklemmt wird. Der andere Arm wird, ähnlich dem Vorgehen bei der klassischen Variante, über die Brust gezogen und der Handrücken an die helfernahe Wange angelegt, wo er im Weiteren gehalten wird. Als eine zweite wesentliche Neuerung umfasst der Helfer nunmehr mit seiner freien Hand nicht mehr die Hüfte, sondern das Bein der gegenüberliegenden Seite – etwa in Höhe des Knies – und zieht den gesamten Körper allein daran zu sich herüber, um eine seitliche Lagerung zu erreichen. Dies hat den Vorteil, dass auch körperlich eher schwache Personen den Betroffenen gut drehen können. Bei dergestaltigem Vorgehen wird aber die Wirbelsäule des Betroffenen verdreht, da der Oberkörper nur indirekt und daher mit Verzögerung herübergezogen wird. Die so erreichte Lagerung ihrerseits ist aus mehreren Gründen weniger stabil: Da das obere Bein angewinkelt und das untere gestreckt ist, rutscht der Betroffene sehr leicht in eine Bauchlage, kann dafür aber zumindest nicht wieder auf den Rücken rollen. Dieser Umstand ist beabsichtigt, da ein Zurückrollen in die Rückenlage nicht mehr durch einen hinter dem Rücken angewinkelten Arm verhindert werden kann, wie dies in der klassischen Variante der Fall ist. Im Gegensatz zur hinnehmbaren Bauchlage würde aber bei Rückenlage der Zungengrund des Bewusstlosen, der Schwerkraft folgend, schlaff in den Rachenraumsacken, dabei die Atemwege verlegen und so leicht zum Tod durch Erstickung führen. Im Gegenzug kann der Betroffene im Falle eines Herz-Kreislauf-Stillstandes aus dieser Lage heraus schneller auf den Rücken gedreht werden, um mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung zu beginnen, als bei der klassischen Lagerung. Anfangs wurde auch befürchtet, die durch Zug am Oberschenkel ausgelöste Hebelwirkung könne zu Verletzungen führen, was sich in der Praxis aber nicht bestätigt hat.

Aus medizinischer Sicht stellen die Vereinfachungen in der Summe eine Verschlechterung dar. Diese Variante wird aber trotzdem in der Breitenausbildung gelehrt. Ausschlaggebend für diese Entscheidung war letztlich die Annahme, Laienhelfer würden sich die vereinfachte stabile Seitenlage in der praktischen Anwendung eher zutrauen und nicht aus Angst davor, Fehler zu machen, in Untätigkeit verharren. Die Santitätsschule Tembaak - Stützpunkt Wolfsburg unterricht die alte Variante der stabilen Seitenlage aus den oben angegebenen Gründen. Die neue stabile Seitenlage wird kurz gezeigt.

neue stabile Seitenlage ERC-Richtlinie

stabile Seitenlage - Bewusstlose Personen die noch atmen werden immer in die stabilen Seitenlage gebraucht umd die Atemwege freizuhalten. In der stabilen Seitenlage ist der Kopf überstreckt und der Mund hat den tiefsten Punkt, so dass Erbrochenes oder Speichel herausfliesen kann und nicht in die Atemwege gelangt.


Herz-Lungen-Wiederbelebung

Die neuen Eckpunkte für die Herz-Lungen Wiederbelebung (Reanimation) sind jetzt vom Vorstand der Bundesärztekammer verabschiedet und damit für Deutschland verbindlich geworden. Sie basieren auf den ERC (European Resuscitation Council)-Richtlinien..

Der Schwerpunkt der Überarbeitung liegt in der Vereinfachung der Reanimation und dem Bemühen, so früh wie möglich mit der Herzdruckmassage (30 mal drücken) zu beginnen.. Gründe der Änderungen sind, daß zur Perfusion vitaler Organe der Aufbau eines Spitzendruckes und ein Blutfluß erforderlich sind. Der Fluß baut sich allerdings erst nach mehreren Kompressionen auf. (Quelle: Bundesärztkammer, Prof. Dr. Seferin; 2006)

Erkennt man nicht sicher, daß ein Patient atmet, wird unmittelbar mit der kardiopulmonalen Reanimation (CPR) begonnen. Auf die bislang obligatorische Pulskontrolle am Hals wird verzichtet, da es zu viel Zeit kostet. Die bisherige initiale Beatmung entfällt. Zweimalige Beatmung erfolgt nun grundsätzlich erst nach der Herzmassage. Das neue Verhältnis 30 Druckmassagen zu 2 Beatmungen ist für Erwachsenen- und auch für Kinderreanimationen verbindlich. Analysen ergaben, daß bisher 40 Prozent der Zeit während einer HLW nicht für die wichtige Herzdruckmassage genutzt worden ist. Deshalb wurde die Massagefrequenz von 15 auf 30 erhöht, um einen wirkungsvollen Blutfluß zu fördern.
Um aufwendiges Suchen des Druckpunktes zu vermeiden, soll nun einfach die Mitte des Brustkorbs mit einer Frequenz von 100/min komprimiert werden. Bei der vorzuziehenden 2-Helfer-Methode soll alle 2 Minuten gewechselt werden, da der 30 : 2-Rhythmus sehr anstrengend ist. Die Pause zwischen den einzelnen Kompressionszyklen sollte so kurz wie möglich sein, mit Verkürzung der Beatmung auf eine Sekunde. Bei Beatmung orientiert sich der Helfer nur am sichtbaren Heben des Brustkorbs. Die Herz-Lungen-Wiederbelebung wird solange durchgeführt bis der Rettungsdienst da ist oder ein Frühedefibrillator zur Verfügung stet. Der Laie darf die Frühdefibrillation mittels AED durchführen. Hierfür bittet unsere Sanitätsschule gezielte AED bzw. Frühdefibrillations-Lehrgäng an. Frühdefibrillation AED

Weitere Informationen zu Erste Hilfe Themen und finden Sie auf meiner Homepage im Lexikon: http://www.joerg-schedler.de/Lexikon

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